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ISOS-Direktanwendung: pragmatische Lösung

EspaceSuisse begrüsst in seiner Stellungnahme die geplanten Änderungen bei der Anwendung des ISOS. Die Revision ist eine pragmatische Lösung und erleichtert die Handhabung des Bundesinventars.

Neu soll die Direktanwendung des ISOS nur noch in Fällen gelten, die eine unmittelbare Auswirkung auf das Ortsbild haben. Im Bild: La Chaux-de-fonds NE.

(Quelle: Barbara Jud EspaceSuisse)

Vorab dies: Geschützte Ortsbilder sind nicht als Entwicklungshemmnis zu verstehen, sondern als integraler Bestandteil einer qualitätsvollen Innenentwicklung.

Im Sinne einer pragmatischen Lösung der kontroversen Diskussion um die sogenannte Direktanwendung des ISOS (siehe Kasten unten) unterstützt EspaceSuisse die vom Bundesrat vorgeschlagenen Anpassungen der VISOS und der RPV

Neu soll die Direktanwendung nur noch in Fällen gelten, die eine unmittelbare Auswirkung auf das Ortsbild haben. Das Ziel: die Förderung der Innenentwicklung. Die Anpassung ist eine «zielgerichtete und konstruktive Präzisierung für eine praxistaugliche Umsetzung», wie EspaceSuisse in der Stellungnahme zur entsprechenden Vernehmlassung schreibt.

EspaceSuisse macht allerdings auch darauf aufmerksam, dass die Herausforderungen der vergangenen Jahre oft darin lagen, dass der Ortsbildschutz bzw. das ISOS verspätet oder unzureichend in die raumplanerischen Entscheidungsprozesse eingebettet wurde. Die Schweizer Raumplanung verfügt mit der Interessenabwägung eine bewährte Methode, um Nutz- und Schutzinteressen in Einklang zu bringen.

Die eigentliche Herausforderung sieht EspaceSuisse darin, bestehende raumplanerische Instrumente und vorhandenes Wissen konsequent in die Planungspraxis zu bringen.

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