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Donnerstag
Kanton Schaffhausen reguliert Rechenzentren
Das Schaffhauser Kantonsparlament will klare Bedingungen für neue Rechenzentren setzen. Dabei geht es unter anderem um die Abwärme und die Wasserversorgung.
Der überparteiliche Vorstoss, den das Parlament gegen den Willen der Regierung annahm, läuft unter dem Namen «Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Bauland». Rechenzentren mit einer technisch abkoppelbaren Abwärme von mehr als zwei Gigawattstunden pro Jahr erhalten nur noch eine Baubewilligung, wenn sie
- mindestens die Hälfte der Abwärme wirtschaftlich weiterverwenden;
- eine ortsübliche Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzdichte aufweisen;
- mindestens die Hälfte des Kühlwasserverbrauchs durch kreislauforientierte oder regenerative Methoden sicherstellen.
Schaffhausen ist einer der ersten Kantone, welche die gesetzlichen Anforderungen für den Bau von neuen Rechenzentren deutlich verschärfen. Die Schaffhauser Regierung muss nun einen Vorschlag ausarbeiten, wie die Forderungen umgesetzt werden können.
Auch der Kanton Zürich, wo sich die meisten Zentren befinden, kennt klare Regeln. Der Bundesrat will keine bundesrechtliche Pflicht zur Nutzung von Abwärme und verweist auf bestehende Mustervorschriften der kantonalen Energiedirektoren.
Der KI-Boom treibt den Bau von Rechenzentren nochmals voran – eine Übersicht ist schwierig, wie ein SRF-Dossier zeigt. Solche Zentren brauchen grosse Flächen und viel Strom: 2024 benötigten die Rechenzentren in der Schweiz knapp 2,1 TWh, bis 2030 erwartet der Bund einen Anstieg auf bis zu 3,2 TWh. Das entspricht bis zu 5,6 % des Stromverbrauchs beziehungsweise einem prozentualen Anstieg gegenüber heute um bis zu 54 Prozent.