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Kongress: gemeinsam zu mehr Wohnraum

Die Schweiz steht vor einer zentralen Herausforderung: Mehr Menschen benötigen Wohn- und Arbeitsraum, gleichzeitig soll die Zersiedelung nicht weiter zunehmen. Die geforderte Verdichtung der Städte und Gemeinden findet Akzeptanz, wenn sie konkrete Mehrwerte schafft. Am heutigen Jahreskongress von EspaceSuisse in Bern diskutierten verschiedene Akteure, wie wir gemeinsam ans Ziel kommen.

(Quelle: Patrik Kummer EspaceSuisse)

Die Vertreterinnen und Vertreter der Planung, der Bauwirtschaft, von Städten und Gemeinden teilten das Ziel, mehr Wohnraum zu schaffen, setzten jedoch unterschiedliche Akzente beim Weg dahin. Einigkeit bestand darin, dass eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen nicht nur eine planerische, sondern eine kulturelle, gesellschaftliche und politische Aufgabe ist.

Die rechtlichen Grundladen und notwendigen Instrumente sind vorhanden, aber es fehlt oft an deren praktischen Anwendung – und am gemeinsamen Willen zur Umsetzung. «Eine frühe Zusammenarbeit ist die günstigste Investition», ist Cristina Schaffner, Direktorin von Bauenschweiz, überzeugt. Auch wenn Verfahren im bereits bebauten Gebiet komplex sind: «Projekte, die von Anfang an breit abgestützt entwickelt werden, stossen seltener auf Widerstand», bringt Damian Jerjen, Direktor von EspaceSuisse, eine entscheidende Erkenntnis des Kongresses auf den Punkt.

Ein frühzeitiger, strukturierter Dialog, klare Zuständigkeiten und ein gemeinsames Verständnis von qualitätsvoller Innenentwicklung sind der Schlüssel zum Erfolg, so das Resultat der TK, der Tripartiten Konferenz von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden. Deutlich wurde aber auch, dass die Frage umstritten bleibt, wie rasch Verfahren vereinfacht und Vorgaben reduziert werden sollen, ohne Qualität, Akzeptanz und Rechtssicherheit zu beeinträchtigen.