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Gestern
Flawil diskutiert seine Zukunft
Die St. Galler Gemeinde bezog die Bevölkerung bei der Ortsentwicklung konsequent und transparent mit ein. Das Referenzprojekt des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) dient auch anderen Gemeinden als gutes Beispiel.
Die Wanderausstellung in Flawil SG legte den Boden für die Partizipation der Bevölkerung.
(Quelle: Sibylle Wälty, Resilientsy)
Bauen im Bestand ist kein Sonntagsspaziergang, (Verdichtungs-)Projekte stossen oft auf Widerstand. Ein vom BWO unterstütztes Referenzprojekt in Flawil SG zeigt nun, wie Gemeinden mit einer guten Grundlagenarbeit in der Nutzungsplanung ihre Bevölkerung frühzeitig miteinbeziehen können. Im Zentrum des Projekts standen drei unterschiedliche Szenarien für die Entwicklung des Ortszentrums, also wie und wo Flawil wachsen könnte.
Die Auswirkungen erleben #
Entscheidend war, die Folgen der verschiedenen Möglichkeiten möglichst verständlich aufzuzeigen: mit Visualisierungen, Handskizzen, Dorfspaziergängen und öffentlichen Veranstaltungen. Dadurch konnten die Interessierten erleben, wie sich die unterschiedlichen Entwicklungen auf das Ortsbild, die Grünflächen oder das lokale Gewerbe auswirken könnten.
Statt über fertige Pläne zu diskutieren, redete die Bevölkerung von Flawil von Anfang an mit.
Frühzeitiger Dialog schafft Verständnis #
Die Bevölkerung ist durchaus bereit, sich mit anspruchsvollen Fragen rund um die Ortsentwicklung auseinanderzusetzen. Das zeigen die Ergebnisse des Referenzprojekts. Bedingung ist, dass die Informationen verständlich vermittelt werden und genügend Zeit für den Austausch zur Verfügung steht. Als Folge stieg in Flawil die Akzeptanz von Entwicklungsprojekten.
Wichtige Themen sind nicht nur, wo neue Wohnungen entstehen sollen, sondern auch gut gestaltete öffentliche Räume oder ein lebendiges Ortszentrum. Ein offener Austausch hilft, gemeinsam zu tragfähigen Lösungen zu kommen.
Der ganze Bericht ist auf Deutsch erhältlich, eine Zusammenfassung gibt es auf Französisch und Italienisch.