Inforaum — das Magazin für Raumentwicklung
07. Okt. 2026
Web-Portal zu Airbnb & Co. aktualisiert
Der Bund hat sein Portal rund um die Online-Buchungsplattformen ausgebaut. Es bietet neben aktualisierten Informationen eine Liste mit möglichen Massnahmen für Gemeinden, Städte und Kantone, die gegen die zunehmende Kurzzeitvermietung vorgehen wollen.
(Quelle:Markus Mckay Unsplash)
Der Name mag sperrig sein, der Inhalt aber ist konkret: Das «Informationsportal Kurzzeitvermietung und Buchungsplattformen» ist die Antwort auf die zunehmende (lukrative) Praxis, privaten Wohnraum über Online-Dienstleister wie Airbnb regelmässig für kurze Zeit statt langfristig als Erstwohnung zu vermieten. Besonders betroffen sind sowohl touristische Gebiete als auch grössere Städte.
Instrumente für die Gemeinden #
Das Instrument für öffentliche Verwaltungen präsentiert verschiedene Massnahmen, um die Rahmenbedingen für solche Kurzzeitvermietungen festzulegen – zum Beispiel die Zonenvorschriften regulieren (Stadt Bern) oder die Registrierungspflicht (Kanton Waadt).
Informiert wird auch, wie die Massnahmen geplant und durchgesetzt werden können. Tipps und Hilfe gibt es, wenn es darum geht, die Bevölkerung miteinzubeziehen. Die aktualisierte Plattform behandelt zudem die relevanten Rechtsgebiete und verbindet sie ebenfalls mit verschiedenen Beispielen aus der Praxis.
Die Plattform existiert seit 2020. Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat diese in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) im Rahmen des Aktionsplans Wohnungsknappheit und eines Parlamentsauftrags überarbeitet.
Internationales Phänomen #
Kurzzeitvermietungen sind ein weltweites Phänomen. Auch die EU plant schärfere Regeln für Buchungsplattformen. Nachdem Touristen-Hochburgen wie Paris oder Barcelona wegen knappem Wohnraum bereits dagegen vorgehen, hat die EU-Kommission einheitliche Vorschriften angekündigt.